Pressemeldung

Gestatten, Fürstin Falbala!

16.09.2013 - Von: Taunuszeitung 16.9.2013 von Christine Sarac

Keltenfürstin Falbala

Oberursel ist um eine Skulptur der „Kunsttäter“ reicher: Die „Keltenfürstin“ ziert jetzt das Gelände des Vereins Ursellis Historica auf dem Areal der Krebsmühle.

Mit einem runden Geburtstag hat alles angefangen. Das Geburstagskind Achim Lameyer wollte damals keine Geschenke von seinen Gästen haben, sondern stattdessen eine Spende für die „Kunsttäter“ - ein Projekt für straffällig gewordene Jugendliche - von Kunsttherapeut Andreas Hett. So geschah es dann auch, und die „Kunsttäter“ freuten sich sehr über die Spende.

„Da Achim Lameyer im Mittelalterverein Ursellis Historica sehr aktiv ist, kam uns die Idee, im Gegenzug eine Skulptur zu gestalten, und so war die ,Keltenfürstin‘ geboren“, erinnert sich Andreas Hett.

Die vier Nachwuchs-Bildhauer Marijus, Natnael, Quy Xieu und Sulaiman orientierten sich bei dem Entwurf für die Figur an der bekannten Skulptur des Keltenfürsten vom Glauberg. „Insgesamt fünf Monate hat es gedauert, bis die Figur fertig war“, erinnert sich Andreas Hett.

Zuerst wurde ein Ytong-Stein von den jungen Künstlern in die gewünschte Form gebracht. Anschließend bekam die Figur einen Beton-Schutzmantel, um sie haltbarer zu machen. Die Frankfurter Künstlerin Regina Planz, die Andreas Hett auch bei seinen Ferienworkshops für Kinder unterstützt, hat die Mischung, die die Optik von Sandstein nachbildet, selbst zusammengestellt. „Es waren einige Versuche notwendig, um diesen Effekt zu erreichen, doch jetzt ist es von echtem Sandstein kaum noch zu unterscheiden, freut sich Andreas Hett. Bei einer Größe von 1,60 Metern bringt die „Keltenfürstin“ rund 70 bis 80 Kilo auf die Waage.

Mittlerweile hat die „Keltenfürstin“ von ihren Schöpfern auch einen Namen bekommen. Sie wurde „Falbala“ getauft, wie die schöne junge Frau, in die sich Obelix in einem Asterix-Comic verliebt. Die Figur steht jetzt auf dem Gelände des Vereins Ursellis Historica, das sich wiederum auf dem Areal der Krebsmühle befindet.

Wer eine weitere Arbeit der „Kunsttäter“ bewundern möchte, braucht gar nicht weit zu gehen, denn die Krebs-Skulptur am Eingangsbereich der Mühle wurde ebenfalls von ihnen geschaffen.