Pressemeldung

Bahnhofsvorplatz Oberursel - Die Vermessung des Bahnhofs

11.03.2015 - Von: Bettina Funk, Taunuszeitung

Ein neues Kunstobjekt soll in Kürze den Bahnhofsvorplatz schmücken. Für dieses Projekt war jetzt erst einmal die Arbeit von Vermessungsspezialisten gefragt.

Viele Kunstwerke prägen bereits das Oberurseler Stadtbild. Demnächst kommt ein weiteres Objekt hinzu, es soll das Gelände am Oberurseler Bahnhof attraktiver gestalten.

In der Bildhauerwerkstatt des Vereins Kunsttäter ist eine eindrucksvolle, nahezu drei Meter hohe Plastik entstanden. Diese hat die Form einer überdimensionalen Kartennadel und wurde aus den Materialien Holz, Metall sowie Acrylglas gefertigt. Künftig soll dieses Kunstwerk die genaue geografische Lage des Oberurseler Bahnhofs markieren.

Die künstlerische Idee wurde vom Kunsttherapeuten Andreas Hett entwickelt und anschließend in der Bildhauerwerkstatt zusammen mit acht „Kunsttätern“ im Alter von 17 bis 19 Jahren, also Jugendlichen, die straffällig geworden sind, realisiert. Etwa ein Jahr hat die Arbeit an der eindrucksvollen Kartennadel gedauert. „Nur durch die finanzielle Unterstützung durch die Zellmer Stiftung, die Carretero Stiftung sowie die Sharevalue Stiftung und die des Kultur- und Sportfördervereins Oberursel war das Projekt überhaupt umsetzbar“, sagt Hett.

Noch im Laufe des Frühjahrs wird „die Kartennadel“ ihren endgültigen Standort auf dem Vorplatz des Oberurseler Bahnhofs im Bereich der Nassauer Straße/Ecke Frankfurter Landstraße beziehen. Die Stadt Oberursel plant zudem eine lichttechnische Inszenierung des Kunstwerks, damit die Kartennadel mit ihren farbigen und lichtreflektierenden Acrylringen auch bei Dunkelheit zur Geltung kommt.

Um den exakten Punkt des Bahnhofs zu ermitteln, hat das Bad Homburger Vermessungsbüro Wittig und Kirchner dessen Position vermessen. Hierzu wurden die geografischen Koordinaten sowie die Höhe über Normalnull ermittelt. „Aus den genauen geografischen Daten des Standorts wird sich auch der Name des Kunstwerkes ergeben. Das wird wie ein Zahlencode aussehen“, erläutert Hett. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bedankte sich bei den Sponsoren: „Ohne die großzügigen Geldbeträge wäre dieses Projekt nicht zu realisieren gewesen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!“