Pressemeldung

Das neue Team fürs Schloss

28.06.2013 - Von: Taunuszeitung

Der Besuch im Schloss soll eine kreativ-spannende Angelegenheit für alle Generationen sein. Dazu wollen Dr. Kerstin Bußmann, Andreas Hett, Ruxandra-Maria Jotzu, Uta Werner-Ullrich, Sonja Lohmann und Dr. Britta Reimann (v. l.) beitragen. Foto: jp

Museumspädagogen wollen auf kreative Weise Geschichte vermitteln. In Sachen Museumspädagogik hat das Schloss noch Nachholbedarf. Deshalb kümmert sich jetzt gleich ein ganzes Team darum, wie man das Ambiente des Schlosses pädagogisch und künstlerisch nutzen kann.

Bis vor zwei Jahren war die Museumspädagogik im Homburger Schloss noch äußerst dürftig. Sicher, es gab Schlossführungen, doch ein stringentes Konzept, wie die Historie des Schlosses vermittelt werden könnte, gab es noch nicht. Damit war das Homburger Schloss allerdings nicht allein. Bei allen Liegenschaften der Staatlichen Verwaltung der Schlösser und Gärten in Hessen (VSG) - mit Sitz in Bad Homburg - fehlte ein solcher Ansatz. Also beschloss man, das zu ändern.

Mit Dr. Britta Reimann wurde eine Museumspädagogin eingestellt, die Konzepte für Homburg und die anderen Außenstellen der VSG entwerfen sollte. Zumindest für das Schloss ist das bereits gelungen, denn nun hat sich unter ihrer Federführung ein Team von Museumspädagogen zusammengefunden, das Publikum ins Schloss locken will.

Dabei will man sich aber auf keine Zielgruppe fokussieren, sondern versuchen, für alle Generationen ein attraktives Programm anzubieten. Dazu soll die Arbeit mit Schulen durch auf den Lehrplan abgestimmte Projekte erweitert werden.

34 Angebote

Nicht weniger als 34 Angebote, zum Teil mehrtägig, stehen auf dem Programm der Museumspädagogik. Zudem können Angebote für private Feiern, Kindergarten- oder Schulausflüge gebucht werden. Räumlicher Mittelpunkt des Ganzen ist das Atelier, das im Keller des Schlosses eingerichtet wurde und mehr als 30 Personen Platz bietet. Hier sollen die gewonnenen Eindrücke aus den (Themen-)Führungen kreativ umgesetzt werden.

Das neue Team umfasst neben Dr. Britta Reimann noch sieben weitere Personen, die alle als Honorarkräfte fürs Schloss tätig, also nicht fest angestellt sind. „Wir hoffen, dass wir uns über die Anmeldegebühren tragen werden“, erklärt Reimann.

Alle hier tätigen Museumspädagogen verfügen über Berufserfahrung. Kerstin Bußmann ist beispielsweise promovierte Kunsthistorikerin. In Homburg leitet sie Projekte für Kinder und Erwachsene, darunter auch kreative Ferienworkshops. Die Architektin Ruxandra-Maria Jotzu hat sich architektonischen und gestalterischen Themen verschrieben. Unter anderem bietet sie Führungen zum Thema „Achsen und Blickachsen“ an, in denen beleuchtet wird, wie die Skulpturen das Schloss beleben.

Sonja Lohmann - vor Jahren bereits als Schlossführerin hier tätig - widmet sich Themen für Kinder und Jugendliche. Vorleserin Uta Werner-Ullrich leitet im Schloss die Projekte für Kinder ab dem Kindergartenalter. Unter anderem bietet sie eine „Geschichtenerfinderwerkstatt“ an. Frauke Quurck will mit ihren Angeboten Kindern zeigen, wie damals das Leben von Prinzessinnen war, und wie es sich von den heutigen Vorstellungen eines Püppchens im rosa Prinzessinnenkleid unterschied. Katharina Cranz ist freie Künstlerin und leitet an der Gutenbergschule in Frankfurt die Werkstatt für künstlerische Drucktechniken. Ihr Ziel ist es, durch Kurse Atelier und Schloss zu verbinden. Das will auch Andreas Hett. Der Künstler und Kunsttherapeut kann auf lange Erfahrung als Museumspädagoge im Sinclair-Haus zurückblicken. Im Homburger Schloss will er sich dem Thema „Radierungen“ widmen.

Alle Angebote sind in einem Flyer zusammengetragen, der im Schloss ausliegt